Reziproke Sicherheit

Michael Hange, Chef des BSI, plädiert für eine stärkere Standardisierung, um die Bereitstellung datenschutzfreundlicher Technologien zu unterstützen. Das allerdings nur im Kontext des Einzelnutzers. Hört sich für mich so an, als ob ein oder mehrere IT Sicherheitshersteller ihm auf die Pelle gerückt sind, um ihre Produkte in einen „Standard“ zu pressen.

Für Firmen wird „datenschutzfreundlich“ natürlich deutlich komplexer, da Transparenz über z.B. die Internet-Handlungen einzelner Angestellter nicht unbedingt ein Grinsen auf ein Mitglied des Betriebsrats zaubern wird. Das ist ein Thema für später.

Auch die Kanzlerin, ein bekennender Internet-Fan (?!?!), hält sich mit etwas strafferen Maßnahmen zur Internetregulierung zurück. Jeder Nutzer – auch hier wird der Bezug zu Firmen vermieden – ist seines eigenen Glückes Schmied. Man solle eben aufpassen. Wenn es (neutrale) Internetkondome gäbe, würde sie sie sicher auf Parteiveranstaltungen verteilen. Vielleicht ist es ja das, was Herr Hange meinte? Eins ist aber klar: Ein aggressiverer Kurs in der IT Sicherheitspolitik ist umgekehrt proportional zur aktuellen Frage des geplanten Atomausstiegs, wobei meine Mathematikkenntnisse anscheinend schwinden…

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