Das Ende des anonymen Surfen?

Nach dem Tod des Genitivs (dem Dativ zum Opfer gefallen) ist nun auch das anonyme Surfen dran: Der evercookie wurde geboren. Cookies sind eine nette Marketingmaßnahme, um unter anderem Browser und dessen (bzw. dem sein) Bediener eindeutig nach Webseitenbesuchen zu identifizieren. Im Wesentlichen ist es eine Datei, die normalerweise dem Löschen des (oder von dem) Browserverlaufs  zum Opfer fällt. Der aktuelle evercookie hat das in einem ersten Feldversuch umgangen, gottseidank aber noch (?) nicht im anonymen, privaten Modus des Browsers.

Bei öffentlichen Geräten in Hotels, Internetcafés oder am Flughafen wird das zu einem echten Spektakel: Cookies speichern allerlei private Daten des Benutzers, je nach besuchter Webseite und Eingaben. Durch geschicktes Einsammeln werden diese Geräte dann zum Datengrab, welches nicht nur die Marketingleute interessant finden dürften.

Wer früher schon versucht hat, den Besuch von diversen Webseiten zu verschleiern, sollte das auch weiterhin tun und den privaten oder anonymen Modus benutzen, vor allem an fremden Geräten.

P.S.: Wer den Eindruck bekommt, ich habe eine Marketingphobie, kann das gerne mit mir auf der it-sa diskutieren. Erst Kakteen, jetzt Bärchen …

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