Die EU will unsere Daten besser schützen

In der NZZ war zu lesen, dass die EU nun auch mahnend den Datenschutzfinger hebt. Lustig zunächst, dass sich eine Schweizer Zeitung mit EU Themen befasst, aber egal. Die EU möchte zukünftig den Bürgern ermöglichen, ihre evtl. unvorsichtig in die Weiten des Internets gestellten Daten auch wieder löschen zu können. Eine Art virtuelles Arm-auf-den-Rücken-drehen für facebook, Google und Co.

Das hört sich so an, als hätte das Vorhaben „digitaler Radiergummi“ nun mehr Nachahmer gefunden. Ich fürchte, dass neben einigen lokalen Regierungen auch in der EU ein Kurs „Wie funktioniert das Internet eigentlich und was sind die Geschäftsmodelle?“ nötig wäre.

Also nochmal für Alle zum Mitschreiben: Wenn ich unvorsichtigerweise z.B. ein Bild von den Folgen des letzten  Betriebsausflugs in die örtliche Brauerei an meine facebook Pinnwand klebe, heißt das nicht, dass dieses auch ausschließlich dort bleibt. Möglicherweise gelangen Kopien (die, da digital, sich nicht vom Original unterscheiden) auch auf Server, die außerhalb der Jurisdiktion der EU liegen (sagen wir Tuvalu, wer schon immer wissen wollte wo .tv eigentlich ist). Die örtlichen ISPs verstehen schon Bundesdatenschutzgesetz nicht, daran kann auch EU-Justizkommissarin Viviane Reding nichts ändern.

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One Response to Die EU will unsere Daten besser schützen

  1. Rieke says:

    HI, Hi, das mit den Schweizern und Tuvalu finde ich gut. Eigendlich erstaunlich, dass auf behördlicher Ebene so wenig Kenntnis über die globale Dimension des Internets vorhanden ist.

    Viel Glück heute mittag. Rieke

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