Smartphone statt Computer – Silber ist das neue Schwarz

Kaum 20 Jahre, nachdem der beige – bei manchen auch grüne oder orange – TelefonAPParat  mit der Fingernagelkillerwählscheibe (klingt jetzt tuntiger als es ist) unser Haus verlassen hatte und durch ein drahtloses Tastentelefon ersetzt wurde, sind auf einmal ein Drittel aller Telefone Computer. Der Herr des Hauses hatte damals ein Gerät amerikanischer Bauart an den Hausanschluss gefummelt, wahrscheinlich nur um die Gesprächsdauer zu kappen, denn nach 30 Minuten war der $§@$§%§“ Akku alle. Deswegen bin ich wohl heutzutage am Telefon eher kurz angebunden.

Heute sind auf den Computern, manche nennen sie Smartphones, die Telefonieoptionen einfach nur Apps. Andere Dinge sind in den Vordergrund gerückt, u.a. der WAF=Women Acceptance Factor=Es muss was hermachen. Da spielen viele Dinge, wie z.B. Sicherheit, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle. Ich würde mal kackfrech behaupten, dass mehr Menschen den Unterschied zwischen einem resistiven und kapazitiven Touch Display kennen, als die Gesamtzahl der Apps auf dem Gerät, die schon munter persönliche Daten ins Internet gefunkt haben, weil bei der Installation immer ja-ja-ja-bestätigen gedrückt wurde. Und morgen werden damit Firmenmails gelesen, spannend.

Ich wünschte, die Sorgfalt, die Allergiker auf das Nachlesen von „Kann Spuren von Nüssen enthalten“ (ich lach mich tot: Spuren. Alles voll davon) auf Lebensmittelverpackungen beim Einkaufen verwenden, würde man auf die AGBs und EULAs von Apps anwenden. Die Evolution ist anscheinend noch nicht so weit…

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