Der Pixel Radierer

Der digitale Radiergummi war vor einem Jahr schon im Gespräch, jetzt geht es um die maximale Haltbarkeit für Bilder, immerhin ein Anfang. Frau Aigner, die gerade wegen des Dioxin-Skandals schwer unter Beschuss genommen wurde, hat auf der Konferenz „Verbraucher im Netz“ das Thema „Recht auf Vergessen“ (also das Kontraprogramm zur Mindesthaltbarkeit von verseuchten Lebensmitteln) nochmal nach vorne gespült. Ein Stück Software namens X-pire! soll es ermöglichen, Bilder im Internet nach einer setzbaren Ablaufzeit unkenntlich zu machen. Bereits im Internet befindliche Daten sind davon allerdings ausgenommen, unschöne Kommentare von Dritten auch. Da Bilder mehr sagen als tausend Worte (meistens ja nur 140), ist es auf jeden Fall ein guter Ansatz. Essentiell befreit keine Technolgie den Einzelnen von der Aktivierung von Bereichen im Gehirn, die für klares Denken und vorausschauendes Handeln zuständig sind.

Ich hoffe das läuft besser, als die eigenen Daten von der geliebten Telekom im Internet streichen zu lassen. Nach 13 erfolglosen Versuchen habe ich mit einer schweren Wählscheibenfingerverletzung aufgegeben.

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2 Responses to Der Pixel Radierer

  1. Sophos User says:

    Prinzipiell finde ich, dass X-Pire! Quatsch ist.
    X-Pire! verschlüsselt zwar das Bild, aber man muss nur einen Screenshot davon machen, schon hat man das Bild ohne Verschlüsselung. Es ist also mehr Schein als Sein. Im Zweifel sollte man seine Bilder halt einfach nicht ins Netz stellen.

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