Fakt oder Fiktion – Kill Switch

Zunächst muss ich anmerken, dass ich ein ausgesprochener Science Fiction Fan bin. Im besonderen hat mir es Kampfstern Galactica angetan, die neuere Serie meine ich, obwohl Lorne Greene als Commander Adama auch einen ordentlichen Job gemacht hat (und ich keine Folge verpasst hatte). In der 2003’er Serie hatten es die bösen Cylonen geschafft, alle Computer-gestützten Systeme zu infiltrieren und den Krieg dadurch auch fast gewonnen. Nur der Kampfstern Galactica hatte aufgrund veralteter Technik (das einzig Vernetzte waren backsteingroße Telefone) den Hack überstanden.

Man ersetzt nun Cylonen durch Cyberterroristen (ohne die rote LED) und holt das ganze Spektakel aus dem Weltraum auf Mutter Erde zurück und – peng – ist man in der Realität: Einige Nationen denken laut über eine Abschaltung des lokalen Internets (kill switch) im Notfall nach, wobei das Gegenargument die eigentliche Erhaltung von essentiellen Infrastrukturen in Krisenzeiten ist. In Deutschland hält man es (noch) für einen „fragwürdigen Ansatz“. Wiederstand zwecklos?

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3 Responses to Fakt oder Fiktion – Kill Switch

  1. Sophos User says:

    Ich habe auf heise.de unlängst in einem Artikel einen Kommentar von jemandem gelesen (ich glaube, es war ein amerikanischer Beamter), dass das Internet den Herausforderungen des „Cyber-Wars“ auf lange Sicht nicht gewachsen ist und daher nicht im Stande sei, dauerhaft online zu sein. Daher wird auch in den USA über einen Kill-Switch nachgedacht, um das Internet kontrolliert ausschalten zu können. Aber das war doch eigentlich die grundlegende Überlegung hinter dem ganzen Netz: ein dezentrales Netz, was weiterexistiert, selbst wenn ein Teil ausfällt?! Oder habe ich da einen Denkfehler?

    • Ich fürchte, dass Anarchie im Internet als solches bald nicht mehr exisitert. Die Strippenzieher (quasi wörtlichen Sinn) werden beim nächsten Gau aus der Versenkung auftauchen und das Internet 2.x präsentieren: Anonymous wird durch pay-per-byte ersetzt und alles wird viiieeeel sicherer…

  2. Sophos User says:

    Naja der vielbeschworene „rechtsfreie Raum Internet“ existiert nicht. Prinzipiell wird alles geloggt und fast alles ausgewertet, was durchs Internet geistert. Daher ist Anonymität im Internet eine Illusion, zumindest für Ottonormal-DAU.
    Und sollte es mal wirklich soweit kommen, dass pay-per-byte eingeführt wird, bin ich zuversichtlich, dass es trotzdem noch genügend Möglichkeiten geben wird, sich unerkannt im Internet zu bewegen. Spätestens (so hoffe ich doch) im Internet 3.0.

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