Zensus 2011 – 1,2,3…viele

Der gemeine Deutsche mag sich nicht zählen lassen und dass obwohl wir gefühlt auf der Rangliste der Statistikvernarrtheit (wusste nicht, ob man „geil“ schreiben darf) nach den Amerikanern Platz zwei belegen (wer zählt schon runs batted in?). Die Volkszählung 1987 wurde von einigen als Daten-GAU betrachtet, da die Genauigkeit unter anderem durch unterschiedliche Rücklaufquoten sehr leiden musste. Damals hat man zwar zu IT noch EDV gesagt, aber die Bedenken der Volkszählungsgegner vor fast 25 Jahren waren ähnlich den heutigen: Der „gläserne Bürger“ sollte vermieden werden.

Im Zeitalter von facebook und Co. haben die meisten Mitbürger schon ganz allein für glasklare Fakten gesorgt, allerdings nicht zählbar und auch nicht vollständig. Die Volkszählung in 2011 steht ganz unter dem Zeichen „Datenverlust“: Wer füllt die Bögen aus? Wo werden die Daten gespeichert? Wer sorgt sich um das mögliche Verschwinden von Bögen?

Legitime Fragen in Zeiten, in denen einzelne valide eMail Adressen einen Wert in Spammer-Tauschbörsen haben und sogar IT Sicherheitsfirmen sich nicht gegen Angriffe aus dem Internet wehren können, wie man am Beispiel von RSA sehen konnte. 1987 hat mich die Zählung nicht wirklich interessiert, mit 16 hat man andere Flusen im Kopf. Heute sehe ich die Sache schon kritischer. Sie?

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One Response to Zensus 2011 – 1,2,3…viele

  1. Flexi says:

    Wo sind nur die Anwälte und Richter, die dem Staat auf die Finger haun?
    Selten etwas so deutlich grundgesetzwidriges gesehen…

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