Keiner da – Kanada

Ich habe mir gestern Abend 5 Minuten Michel Friedmann angetan, in einer Debatte über soziale Gerechtigkeit und die Eurozone. Mein Fernbedienungsdaumenreflex hat allerdings relativ schnell zugeschlagen, da beide meiner Gehirnhälften sich über ihn einig sind … wenigstens unterstützt er die Haarstylingmittelinudustrie ordentlich. Was hat das jetzt mit Kanada zu tun? Einem Land, von dem man eigentlich gar nichts hört? Ein Musterbeispiel an Wirtschaftskraft und das Wort „Krise“ können die Kanadier nicht einmal buchstabieren. Finanzexperten empfehlen übrigens, sein Geld in Kanadische Dollar umzutauschen und die Euro-Krise abzuwarten. Denkste. Die Ahornblättrigen, genauer ein Herr Harper, haben einen Weg aus der Krisenlosigkeit gefunden: Es sollen neue Gesetze eingeführt werden, die es Ermittlern erlauben, ohne richterlichen Beschluss auf digitale Fußabdrücke bei Internet- und Telefonanbietern zuzugreifen: Name, Adresse, Nummer, IP und sogar GPS Daten zur Standortermittlung. Und das alles um die „Sicherheit der Kanadier zu schützen“ und mit „dem Fortschritt der Technologie mitzuhalten“. Das macht mir Angst. Wenn sich diese Konzepte zur Vermeidung von Krisenlosigkeit auch bei uns breit machen, dann wird die GVU eine Lachnummer und private „Internet-Detekteien“ Konjunktur haben. Frau Aigner: Ich zähle auf Sie, dass das nicht geschehen wird! Don’t you know…

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