it-sa vs. Bundestrojaner

Ich dachte eigentlich, dass der Aufbautag in Nürnberg für die it-sa eher beschaulich wird (Profivorbereitung und schon 3x hier gewesen). Pustekuchen. Die Redakteuere vieler Online- und Printmedien haben das Thema des Bundestrojaners aufgegriffen, füllen damit die Titelseiten und lassen mein Telefon klingeln. Der Bundestrojaner (auch R2D2 bzw. 0zapftis von vielen Anti-Virenherstellern genannt) war 2008 schon mal ein Thema und ist im wesentlichen ein Trojanisches Pferd, das die Regierung angeblich zum Ausspionieren von verdächtigen Personen bzw. deren Computer benutzt hat. Am Wochenende hatte unsere Labor in Australien (weil mitten in der Nacht) die Software zur Analyse bekommen und haben eine Gegenmaßnahme dazu gebaut: Troj/BckR2D2-A. Auf die Frage einiger Journalisten, ob wir als Hersteller von Gegenmaßnahmen nicht von verschiedenen Regierungen dazu gebeten werden, solche Spionageprogramme in der Erkennung auszublenden, können wir klar sagen: Würden wir nie tun. Das verbietet der Anti-Virus-Ethos und was würde denn geschehen, wenn Cyberkriminelle den Trojaner in die Finger bekommen und für andere Zwecke missbrauchen?

Ich baue jetzt wieder in Ruhe die Hardware auf dem Stand auf und werde heute abend gemütlich in Bier im Barfüßer mit meinem Frankenfreund Marco Di Filippo trinken.

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