Katholischer als der Papst

Glauben heißt nicht wissen – war jahrelang mein Wahlspruch meines Vaters, der einer meiner ältesten Freunde gefällt mir aber besser: Klare Linie – feste Preise. Beides unzweifelhaft Ingenieure und wenig bis gar nicht esoterisch.  Dass aber die Wahl der Religion größere Auswirkungen hat als Steuern (+Ortskirchengeld), Hochzeiten, Taufen, trauriger Kram und Rotwein beim Abendmahl (oder eben nur Traubensaft), mussten vor kurzem die Anhänger des katholischen Glaubens erfahren. Vor allem die, die sich mit ihrer E-Mail Adresse für fromme Zwecke registriert haben. Diese Adressen wurden auch von Versendern von SPAM Mails eingesammelt, um den Gläubigen etwas zum Thema Abtreibung mitzuteilen.

Meine Vorliebe für Whisky hat mir auch schon einige Ungewollte E-Mails beschert, als ich mich auf ein paar wenigen Portalen registriert hatte. Allerdings war keins davon (religions-)politisch ein Problem oder anstößig, sie wollten nur mit Angeboten für Zuckerkulör gefärbten Gerstenbrand meinen Posteingang füllen und mein Portmonee (Rechtschreibreform -1) leeren. Ich hoffe nicht, dass eines Tages Zinfandel und Gin Tonic ein Stolperstein für mich werden und die Chianti-Fraktion mir die Schamesröte ins Gesicht treibt. Hört sich jetzt witziger an als es in Wirklichkeit ist: Zugriff auf eine themenspezifisch sortierte Menge von E-Mail Adressen (wie z.B. den Katholiken oben) ist in der Hand von kriminell orientierten Spammern eine gefährliche Waffe. Wenn ich E-Mails mit „harmlosen“ Anhängen – wie PDF Dokumenten – zu einem von mir bevorzugten Themengebiet bekomme, sagen wir mein Lieblingsrotwein und Angebote dazu, ist die Wahrscheinlichkeit um ein Vielfaches größer, dass ich den Anhang auch öffne. Ungeschützte und nicht aktuell gehaltene Betriebssysteme und Software können so bei z.B. mit Malware verseuchten PDF Dokumenten schnell einen mehr als ideologischen Schaden hervorrufen.

Falls ich den Eindruck erweckt habe, ich wäre Alkoholiker: Es war nur ein plastisches Beispiel…

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5 Responses to Katholischer als der Papst

  1. Nico says:

    Portemonnaie, so Gott will! Bei soviel Alkohol in einem Blog Post bleibt nun unweigerlich der Name Sascha Pfeiffer mit Alkohol in ewiger Erinnerung! Wenn ich heute Abend in mein wohl verdientes Weizen schaue …. und mir dann der Herr Pfeiffer im Glase erscheint ….. vergesse ich auch bestimmt die SPAM Mails des heutigen Tages!!!!

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