Die Russen sind im Keller

Erinnern Sie sich noch an Krimis und Thriller in den 70ern und  80ern? Besonders ausgefeilte Spionage-Methoden, allen voran die Gadgets von James Bond bzw. Q, waren immer Anlass zur Diskussion im Wohnzimmer, ob so etwas überhaupt geht. „Total unrealistisch“ war damals ein häufig zu hörender Satz. Der kalte Krieg hat viele Phantasien hervorgebracht. Projektion auf ein Vierteljahrhundert später: Heiland! Und sie dreht sich doch. Chinesen und Russen stehen im digitalen Dauerfeuer der westlichen Welt und werden beschuldigt, für Spionage-Aktivitäten aller Art verantwortlich zu sein, inklusive der Übernahme von Satelliten. Moonraker lässt grüßen. Die amerikanischen Geheimdienste (inklusive dem National Counterintelligence Executive, hört sich extrem nach Computerspiel an) beziffern den Schaden an der Wirtschaft durch Spionage im dreistelligen Milliardenbetrag und fürchten sich um den Wohlstand der Nation. Wenn man sich u.a. Projekt Echolon anschaut, muss man jedoch die Frage nach dem Glashaus und den Steinen stellen. Viel Feind, viel Ehr? Die auf Eis gelegten Datenklassifizierungsprojekte der letzten Jahre werden sicher demnächst eine Renaissance erlaben und Angestellte werden zu Dauerverdächtigen.

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