Das wird 2012

Empirischen Untersuchungen zur Folge (im wesentlichen durch die Beobachtung von leicht bis mittelschwer angeschickerten Erwachsenen während einer Sylvesterfeier) verfluchen 90% der Menschen das alte Jahr und freuen sich auf das Neue, denn es kann nur besser werden. Die anderen 10% haben entweder im Lotto gewonnen, sind frisch Eltern geworden, schwer verliebt oder generell zufrieden mit sich selbst und der Gesamtsituation. In den nächsten Jahren wird das nicht anders, Maya hin oder her. Es gibt auf jeden Fall ein paar Geister der Vergangenheit, die uns auch in Zukunft begleiten werden: Im Internet ist nichts umsonst – Schlampigkeit wird bestraft (entweder von Mutti oder von anonymous (was ist schlimmer?)) – sicheres Bezahlen im Internet, Funktstrom und Biogemüse bleiben Utopien – Politiker bleiben die gleichen Menschen, mit und ohne Haargel – Stecker ziehen ist keine Lösung (und der Strom wird nicht wirklich billiger dadurch). Das neue Jahr wird jedenfalls gut anfangen, denn der 1.1. ist ein Feiertag. Da der Mensch das schwerst-dressierbare Tier ist (alle Eltern werden jetzt nicken, auch wenn die Kinder schon 40 sind), werden die üblichen schlagzeilenträchtigen Datendiebstähle und -dummheiten auch im Jahr der Apokalypse passieren. Außerdem haben sich die selbsternannten „Robin Hoods des Internet“ gerade erst warm geschossen und eine Million „gespendet“ – man könnte hier eine Debatte über Computerspiele wieder aufleben lassen – und Kabelnetzbetreiber werden ihnen evtl. einen eigenen Kanal zur Verfügung stellen, selbstverständlich verschlüsselt und mit Jugendschutz-PIN.

Guten Rutsch oder wie die Maya sagen: Feiern, als wäre es das letzte Mal…

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