Pocket-X-Ray

Der Hang zur Miniaturisierung hat prinzipiell positive Effekte, nicht nur in Hamburg. Wenn man die ersten raumfüllenden Apparate, die man aus heutiger Sicht kaum Computer nennen würde, mit den Leistungen von Smartphones und Tablet-PCs vergleicht, hat die Ingenieurskunst den sprichwörtlichen Quantensprung geschafft. Überlichweise werden nach dem Vorbild des Schweizer Taschenmessers mehrere Funktionen in den Geräten kombiniert, allerdings nicht immer zum Vorteil für die Sicherheit oder die Privatsphäre der Anderen. Nehmen wir eine Gesichtserkennungssoftware, ein Telefon, das auch eine Kamera besitzt (gibt es noch welche ohne?) und eine Internetverbindung zu einem sozialen Netzwerk, in dem sich die Mitglieder üblicherweise mit Profilbild verewigen: Schon habe ich ein prima Werkzeug, um abends in der Disco jemanden herauszusuchen und quasi per Knopfdruck zu wissen, ob er oder sie Single ist. Oder ich bin ein Krimineller und möchte Wissen, wo die Person wohnt und kann mir die Adresse zu dem Gesicht holen, während er/sie abtanzt (die Kids chillen ja nur noch) räume ich die Bude aus. Da ich mich in einem früheren Eintrag darüber schon aufgeregt hatte, hat der Pocket-Gott erneut zugeschlagen und eine Art von Röntgenblick für Smartphones verfügbar gemacht. Der einzig sinnvolle Anwendungsfall, der mir gerade einfällt, wäre ein Rücktransport ein paar Jahrhunderte zurück, wo im Namen der Wissenschaft erstmal alles aufgeschnitten wurde, um zu sehen, wie es innendrin aussieht und funktioniert. Vielleicht finden auch Kinder gefallen daran, die auf der Straße Flughafen-Security spielen wollen…

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