Abschied leicht gemacht – exitus digitalis

Gekündigt zu bekommen ist nicht schön, vor allem wenn man es nicht im Ansatz erwartet. Schlechte Umsatzzahlen, mitleidige Blicke der Kollegen („hat es Dir noch keiner gesagt?“), stimmungsschwankende Vorgesetzte oder deaktivierte Zugriffskonten und Zutrittskarten sind solide Anzeichen für baldige Veränderungen. Herzinfarktverdächtig ist allerdings eine Kündigungsmail, wie jüngst versehentlich in einem britischen Unternehmen geschehen. Das hat den Charme von Schlussmachen-per-SMS oder Bandansagen („ciao und ein schönes Leben“). In dem verirrten E-Mail, das an 1300 Mitarbeiter statt an einen einzelnen ging, wurde u.a. die Herausgabe von Passwörtern verlangt. Das zeugt von keiner vernünftigen IT-Kultur, denn Passwörter in Klartext durch die Gegend zu schicken, kommt einem Facebook-Posting gleich. Oder man gibt einfach die Tastatur ab, unter der sich in der Regel die kleinen Post-Its mit den Passwörtern befinden. Ich habe alle Zettelchen unter meiner Tastatur entfernt und durch einen verschlüsselten Cloud-Speicherdienst ersetzt, weil Gehirnjogging bei mir nicht funktioniert (Dr. Kawashima kann mich gern haben). Ich hoffe nur, dass ich das Passwort der Verschlüsselung nicht verschussele…

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